Tag Archiv für Krise

Routine und Krise in der akademischen Soziologie

Folgender Text kommentiert Themenwahl und Rahmenpapier des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Routinen der Krise – Krise der Routinen“, Universität Trier, 6.-10. Oktober 2014. Er baut auf einem Exposé für eine Ad-hoc-Gruppe auf, die mangels Interesse seitens der DGS nicht zustande kam.

„Googelt“ man nach dem Begriffspaar „Krise und Routine“, verweisen die ersten zehn Suchergebnisse alle (und mit ihnen viele weitere) auf das Werk von Ulrich Oevermann (Stand 15.3.2014). Zufällig ist dies nicht, es resultiert aus der jahrzehntelangen „systematischen Arbeit am Krisenbegriff“ (aus dem Themenpapier des Kongresses), eine Arbeit, die schließlich sogar in einer explizit „krisentheoretischen Begründung der Soziologie“ kulminierte. Trotzdem wird in dem Themenpapier des Kongresses gesagt, dass die Arbeit am Krisenbegriff „in der Soziologie (…) noch weitgehend aussteht“. Ein Hinweis auf Oevermanns Werk erfolgt nicht, und sei es nur im Sinne des Anführens einer rühmlichen Ausnahme.

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