„Ja, ich würde viel lieber mit Ihnen weiterforschen“* – zur Erinnerung an Ulrich Oevermann.

Der Begründer der Objektiven Hermeneutik, Ulrich Oevermann, ist am 11. Oktober des Jahres 2021 verstorben.  Oevermann war seit 1977 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2008 Professor für Soziologie und Sozialpsychologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. In seinen letzten Lebensjahren hat er in Bern trotz schwerer Erkrankung bis zuletzt unverdrossen, tapfer und ohne Klage gearbeitet. Beispielsweise denke ich an die langen Videokonferenzen im Rahmen unserer study group am Hanse-Wissenschafts-Kolleg in Delmenhorst,1 an denen er vom Krankenbett aus in der ihm eigenen, klar strukturierten und gelegentlich unerbittlichen Strenge der Argumentation mitgewirkt hat oder seine Beiträge zur Arbeitsgruppe WEITER…

Nachruf für Joseph Rothschild (†)

Der Tübinger Religions‐ und Politikwissenschaftler Joseph Rothschild, der jahrelang Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik e.V. war, ist am 14. Februar 2020 im Alter von 79 Jahren gestorben. Wir möchten an dieser Stelle zu seinem Gedenken auf einen Nachruf hinweisen, der vonseiten der Stadt Stuttgart erschienen ist. https://www.stuttgart.de/pressemitteilungen/2020/februar/joseph-rothschild-traeger-der-otto-hirsch-medaille-2010-gestorben.php

Prof. Dr. Dr. h.c. Mario Rainer Lepsius – ein Nachruf

von Ulrich Oevermann Der Tod von Mario Rainer Lepsius am 2.10.2014 hat in der soziologischen Profession, aber auch in den Feuilletons der großen überregionalen Tageszeitungen eine große Resonanz hervorgerufen. Lepsius gehörte der zwischen 1918 und 1931 geborenen Generation von Soziologen an, die – als sogenannte „Jungtürken“ im Fachausschuss für Industriesoziologie der DGS organisiert – im Anschluss an ihre Wiederbegründung nach 1945 durch die vorausgehende Generation von Plessner (geb. 1892), Horkheimer (1895), Stammer (1900), Adorno (1903), Gehlen (1904),  König (1906) und Schelsky (1912) die Modernisierung und eigentliche Institutionalisierung der Soziologie an den deutschen Universitäten professionell betrieben hat: Bahrdt (geb. 1918), Tenbruck (1919), WEITER…

Hiltrud Schröter – ein Nachruf

von Claudia Scheid Bereits im Jahr 2010, und zwar am 11. Juni, verstarb ein  Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik, an das ich an dieser Stelle erinnern möchte. Es  handelt sich um die Erziehungswissenschaftlerin Hiltrud Schröter (1941- 2010). Eine ausführlichere Darstellung ihrer Biographie und ihres Werdegangs findet sich auf:  http://de.wikipedia.org/wiki/Hiltrud_Schr%C3%B6ter. Sie hat wichtige Themen in die Diskussionen mit eingebracht und auf anregende  Weise mit der Objektiven Hermeneutik gearbeitet. Ihre Veröffentlichung „Arabesken“ ist nach wie vor absolut lesenswert, sowohl was das Thema Migration als auch Familie und  Sozialisation im Allgemeinen angeht. Ihre Untersuchungen zur Ahmadiyya-Bewegung im Islam, ihre innovativen Forschungen, auch was WEITER…