Archiv für 22. Juli 2014

Hiltrud Schröter – ein Nachruf

von Claudia Scheid

Bereits im Jahr 2010, und zwar am 11. Juni, verstarb ein  Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik, an das ich an dieser Stelle erinnern möchte. Es  handelt sich um die Erziehungswissenschaftlerin Hiltrud Schröter (1941- 2010). Eine ausführlichere Darstellung ihrer Biographie und ihres Werdegangs findet sich auf:  http://de.wikipedia.org/wiki/Hiltrud_Schr%C3%B6ter. Sie hat wichtige Themen in die Diskussionen mit eingebracht und auf anregende  Weise mit der Objektiven Hermeneutik gearbeitet. Ihre Veröffentlichung „Arabesken“ ist nach wie vor absolut lesenswert, sowohl was das Thema Migration als auch Familie und  Sozialisation im Allgemeinen angeht. Ihre Untersuchungen zur Ahmadiyya-Bewegung im Islam, ihre innovativen Forschungen, auch was die innovative Verknüpfung von Methoden angeht, sowie der gesamte Lebensweg zeigen den besonderen Mut von Hiltrud Schröter. Leider nur bei wenigen Gelegenheiten habe ich sie als eine zurückhaltende, aber immer hochinteressierte Kollegin erleben dürfen. Gerade zu jenem Thema, welches auf der diesjährigen Jahrestagung im Zentrum steht,  das Thema des Fremden, hätte sie gewiss viel beitragen  können.

Erfahrung und Deutung des eigenen Sterbens

Buchveröffentlichung:

LOER, THOMAS (2014): Selbstverlöschen
Erfahrung und Deutung des eigenen Sterbens. Frankfurt am Main: Humanities-Online. 156 Seiten, ISBN 978-3-941743-23-6, € 9,80

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Routine und Krise in der akademischen Soziologie

Folgender Text kommentiert Themenwahl und Rahmenpapier des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Routinen der Krise – Krise der Routinen“, Universität Trier, 6.-10. Oktober 2014. Er baut auf einem Exposé für eine Ad-hoc-Gruppe auf, die mangels Interesse seitens der DGS nicht zustande kam.

„Googelt“ man nach dem Begriffspaar „Krise und Routine“, verweisen die ersten zehn Suchergebnisse alle (und mit ihnen viele weitere) auf das Werk von Ulrich Oevermann (Stand 15.3.2014). Zufällig ist dies nicht, es resultiert aus der jahrzehntelangen „systematischen Arbeit am Krisenbegriff“ (aus dem Themenpapier des Kongresses), eine Arbeit, die schließlich sogar in einer explizit „krisentheoretischen Begründung der Soziologie“ kulminierte. Trotzdem wird in dem Themenpapier des Kongresses gesagt, dass die Arbeit am Krisenbegriff „in der Soziologie (…) noch weitgehend aussteht“. Ein Hinweis auf Oevermanns Werk erfolgt nicht, und sei es nur im Sinne des Anführens einer rühmlichen Ausnahme.

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