Call for Papers – Zeitschrift „datum&diskurs“

Die Zeitschrift datum&diskurs hat ein neues „Datum“ ausgelobt, für das Beiträge aus unterschiedlichen rekonstruktiven Methodentraditionen gesucht werden. Unter der folgenden URL findet sich der Call: https://ojs.fachportal-paedagogik.de/index.php/DatumundDiskurs/libraryFiles/downloadPublic/27

Tonbandgerät des „Elternhaus & Schule“-Projekts

Ulrich Oevermann hat gelegentlich den Entstehungskontext der Objektiven Hermeneutik geschildert: das Big-Science-Forschungsprojekt „Elternhaus und Schule“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Das Projekt ist seiner Darstellung zufolge ursprünglich insbesondere von Jürgen Habermas initiiert worden. Es wurde hauptamtlich von Lothar Krappmann, Kurt Kreppner und Ulrich Oevermann, bald unter der Leitung von letzterem, von 1968 bis 1977 durchgeführt. In diesem Zusammenhang schilderte er gelegentlich auch die naturalistische Datenerhebung mittels Tonbandgeräten in Familien („Elternhäusern“), deren Auswertung schließlich zur Entwicklung der Objektiven Hermeneutik führte. Bei der Sichtung seines Nachlasses haben wir nun die aus Oevermanns Erzählungen bekannten Tonbandgeräte vorgefunden, die er in den 1970er-Jahren WEITER…

Objektive Hermeneutik. Handbuch zur Methodik in ihren Anwendungsfeldern

Beim Verlag Barbara Budrich in der Reihe UTB ist nun das Handbuch „Objektive Hermeneutik. Handbuch zur Methodik in ihren Anwendungsfeldern“ erschienen, an dem auch zahlreiche Mitglieder der AG Objektive Hermeneutik mitgewirkt haben. Bibliografische Information: Andreas Franzmann; Marianne Rychner; Claudia Scheid & Johannes Twardella (Hrsg.) (2023) Objektive Hermeneutik. Handbuch zur Methodik in ihren Anwendungsfeldern. (UTB). Opladen, Toronto: Barbara Budrich. Umfang: 466 S. ISBN: 9783825259440 / eISBN: 9783838559445 / DOI: 10.36198/9783838559445 Verlagstext: „Objektive Hermeneutik ist eine weit verbreitete rekonstruktive Forschungsmethode, die im gesamten Spektrum der Geistes- und Sozialwissenschaften Anwendung findet. Das vorliegende Handbuch führt in grundlegende Begriffe und Verfahren ein, gibt Einblicke WEITER…

31. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik (2021 Innsbruck, Österreich) – Zur Analyse wenig erprobter Daten

Die Jahrestagung findet auf der Grundlage einer Kooperation des Instituts für pädagogische Diagnostik der Erziehungshilfe gGmbH in Siegburg und des Instituts für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung der Universität Innsbruck statt. Vorrangig dient sie dem fachwissenschaftlichen Austausch zur Diskussion offener Methodenprobleme sowie laufender Forschungsarbeiten. Den Schwerpunkt bildet diesmal die methodische Auseinandersetzung mit bislang wenig erprobten Daten wie beispielsweise Kinderzeichnungen und Kunstwerken. Termin: Samstag/Sonntag, 18./19. September 2021 Ort:        Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung der Universität Innsbruck, Hörsaal; Schöpfstraße 3, 6020 Innsbruck

Objektive Hermeneutik in Wissenschaft und Praxis

Die Objektive Hermeneutik ist mittlerweile in der Soziologie und anderen Sozialwissenschaften weit verbreitet. Gleichwohl fehlt eine eingängige Gesamteinführung, die die Arbeit mit und das Erlernen der Forschungsmethode der Objektiven Hermeneutik fundiert und fasslich ermöglicht. Die Bedeutung der materialen Fragestellung für das methodische Vorgehen in der Objektiven Hermeneutik macht ein solches Unterfangen schwierig. Eine reine Methodeneinführung ist der Objektiven Hermeneutik nicht angemessen. Um den gleichwohl berechtigten vorhandenen Wünschen nach einer entsprechenden Einführung nachkommen und der Besonderheit der Objektiven Hermeneutik gerecht werden und also die Sachangemessenheit der Methode integral in ihre Darstellung aufnehmen zu können, wird ab diesem Jahr 2021 eine Reihe von Lehrbüchern erscheinen, in denen die Einführung in die Objektive Hermeneutik jeweils an einem Beispiel, das aus materialen Forschungen hervorgegangen ist, erfolgt. WEITER…

Lesarten (Terminologie)

Autorenartikel von Thomas Loer (Autorenartikel geben nicht die Meinung der Redaktion bzw. der AG Objektive Hermeneutik e.V. wieder, sondern werden von den Autoren selbst verantwortet.) (s. auch: https://oh-meth.blogspot.com/2018/11/lesarten-terminologie.html) In der Objektiven Hermeneutik werden Lesarten u. a. danach unterschieden, in welchem Verhältnis sie zur zu analysierenden Ausdrucksgestalt stehen. Die erste (I) Unterscheidung ist diejenige danach, ob sie mit der Ausdrucksgestalt (a) kompatibel sind oder (b) nicht. Dabei können die Lesarten, die nicht mit der Ausdrucksgestalt kompatibel sind, – wenn sie im Zuge der Interpretation überhaupt auftauchen – relativ rasch ausgeschieden werden.

Neue Buchreihe zur rekonstruktiven Sozialforschung

Buchveröffentlichung: Am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst bei Bremen arbeitet seit 2011 eine „Study Group Rekonstruktive Sozialforschung“. Die Forschergruppe hat sich zur Aufgabe gesetzt, zwei rekonstruktiv vorgehende Methodenansätze, die soziolinguistische Prozessanalyse (narratives Interview und narrationsstrukturelle Auswertungsmethode sensu Fritz Schütze) und die von Ulrich Oevermann entwickelte Objektive Hermeneutik, miteinander zu vergleichen, und zwar nicht nur auf einer theoretischen bzw. methodologischen Ebene, sondern empirisch-sachhaltig an unterschiedlichen Materialien (Protokollen) unter Beteiligung der beiden Hauptprotagonisten. Schwerpunktmäßig wurden bisher DDR-Biografien analysiert. Vor dem Hintergrund dieser Arbeit erscheinen nun die ersten Bücher, die den Auftakt einer von der Studiengruppe bei dem Verlag Barbara Budrich ins Leben gerufenen und herausgegebenen Reihe „Studien zur rekonstruktiven Sozialforschung“ machen.